Smart Home in der Mietwohnung nachrüsten: ohne Bohren, ohne Ärger

„Smart Home ist nur was für Hausbesitzer“ — dieser Satz stimmt einfach nicht. Das meiste geht steckbar, aufklebbar und komplett reversibel.

„Smart Home ist nur was für Hausbesitzer“ — dieser Satz hält sich hartnäckig und stimmt einfach nicht. Die allermeisten smarten Geräte brauchen weder Bohrmaschine* (Werbung) noch Elektriker und ziehen beim Umzug einfach mit um.

Als Mieter musst du nur wissen, welche Lösungen ohne bauliche Eingriffe auskommen — und an welchen wenigen Stellen du den Vermieter fragen solltest. Der Rest ist erstaunlich einfach.

Was in der Mietwohnung erlaubt ist

Die Grundregel: Alles, was du ohne Eingriff in die Bausubstanz anbringst und rückstandsfrei wieder entfernst, ist unproblematisch. Steckbare Geräte, aufgeklebte Sensoren und aufgesetzte Thermostate gehören dazu. Sobald du fest verdrahtest, Wände aufstemmst oder den Zählerschrank anfasst, brauchst du die Zustimmung des Vermieters — oder besser einen Fachbetrieb.

Steckdosen & Stecker-Lösungen

Die smarte Steckdose* (Werbung) ist der Mieter-Liebling: Du steckst sie zwischen Gerät und Wanddose und machst Lampen, Ventilatoren oder die Kaffeemaschine schaltbar — ganz ohne Werkzeug. Mit Verbrauchsmessung machst du nebenbei Stromfresser sichtbar. Beim Auszug ziehst du sie einfach wieder ab und nimmst sie mit.

Licht ohne Elektriker

Smarte Glühbirnen tauschst du einfach gegen die vorhandenen — kein Eingriff, voll reversibel. Wer den Lichtschalter behalten will, klebt einen Funktaster daneben oder darüber, statt den Wandschalter auszutauschen. So steuerst du Szenen, ohne irgendetwas zu verdrahten. LED-Streifen* (Werbung) werden ohnehin nur aufgeklebt.

Heizung ohne Eingriff

Smarte Heizkörperthermostate sind ideal für Mieter: Du schraubst nur den vorhandenen Thermostatkopf ab und den smarten auf — das ist kein baulicher Eingriff, sondern wie ein Batteriewechsel. Beim Auszug schraubst du den alten Kopf wieder drauf. Gerade hier lohnt sich Smart Home schnell, weil es die Heizkosten senkt.

Sicherheit ohne Bohren

Auch Sicherheit geht mieterfreundlich: Tür- und Fenstersensoren werden aufgeklebt, Innenkameras aufgestellt, Funk-Bewegungsmelder einfach hingestellt. Heikler ist alles am Türschloss — ein elektronisches Schloss kann die Zustimmung des Vermieters erfordern. Im Zweifel kurz nachfragen. Worauf du bei Kameras und Passwörtern achten solltest, steht im Beitrag zu Smart Home und Datenschutz.

Häufige Fragen

Kann man Smart Home in einer Mietwohnung nutzen?

Ja, problemlos. Die meisten smarten Geräte — Steckdosen, Glühbirnen, aufklebbare Sensoren, aufschraubbare Heizkörperthermostate — kommen ganz ohne bauliche Eingriffe aus und sind voll reversibel. Nur bei fester Verdrahtung, Eingriffen in die Elektrik oder am Türschloss solltest du den Vermieter fragen.

Welche Smart-Home-Geräte brauchen keine Installation?

Smarte Steckdosen, smarte Glühbirnen* (Werbung), aufklebbare Funktaster, LED-Streifen, aufgeklebte Tür- und Fenstersensoren sowie aufgestellte Kameras und Bewegungsmelder brauchen keinerlei Installation. Smarte Heizkörperthermostate werden nur aufgeschraubt. All das ziehst du beim Auszug rückstandsfrei wieder ab.

Darf man smarte Thermostate in der Mietwohnung anbringen?

In der Regel ja: Das Austauschen des Thermostatkopfs am Heizkörper gilt nicht als baulicher Eingriff, sondern ist reversibel wie ein Batteriewechsel. Den originalen Kopf bewahrst du auf und schraubst ihn beim Auszug wieder an. Bei Fußbodenheizungen oder zentraler Regelung lohnt vorher eine kurze Rückfrage.

Was passiert beim Auszug mit den Smart-Home-Geräten?

Sie ziehen mit um. Steckdosen, Lampen, Thermostate und Sensoren entfernst du rückstandsfrei und nimmst sie mit in die nächste Wohnung. Originalteile wie der alte Thermostatkopf oder die alten Glühbirnen werden wieder eingesetzt. Das ist einer der großen Vorteile mietertauglicher Smart-Home-Technik.

Womit du am besten startest, zeigt der Smart-Home-Guide für Einsteiger. Fang mit einer smarten Steckdose an — kein Werkzeug, sofort nutzbar, und beim Umzug einfach wieder mit dabei.

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